Die Abfalladministrationsgebühr für Unternehmen wird abgeschafft

Seit dem 1. Januar 2019 wurde die jährliche Abfalladministrationsgebühr in Dänemark abgeschafft.

Dies bedeutet, dass dänische Unternehmen zukünftig keine jährliche Abfalladministrationsgebühr, die typisch ca. DKK 700 pro Jahr beträgt, bezahlen müssen. Von der Gebühr waren bis zum 1. Januar 2019 ca. 300.000 Unternehmen betroffen. Die Abschaffung der Gebühr ist dadurch begründet, dass sich gezeigt hat, dass die Erhebung der Gebühr und die Sachbearbeitung der Anträge um Freistellung von der Gebühr einen enormen Verwaltungsaufwand bedeuten. Aus einem Rapport aus 2016 geht hierzu hervor, dass die Einnahmen der Kommunen in Bezug auf die Gebühr ca. 100 Millionen DKK betragen, wovon die mit der Gebühr verbundenen administrativen Arbeit ca. die Hälft hiervon kostet. Außerdem war es für die Kommunen schwierig, die Begründung der Erhebung der Gebühr zu begründen, hierunter gegenüber den Unternehmen zu begründen, dass diese nicht von der Gebühr freigestellt werden konnte, da die Gebühr trotz Ihres Namens reell nichts mit Abfall zu tun hat.

Auf Grund der Gesetzesänderung werden auch einzelne Bestimmungen in § 48 des Umweltschutzgesetzes (miljøbeskyttelsesloven) geändert, um es für den Energie- und Klimaminister zu ermöglichen, die Gebühr aufzuheben. Die Aufhebung der Gebühr hat besonders für kleinere Unternehmen, die reell keine großen Menge Abfall produzieren, beispielsweise IT-Unternehmen, von Bedeutung. Vorher mussten fast alle Unternehmen die Gebühr bezahlen, obwohl viele Unternehmen keinen Abfall produzieren, da es vom Umsatz des Unternehmens und nicht von der Menge von Abfall abhängig war, ob ein Unternehmen von der Gebühr freigestellt werden konnte.

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